
Heinz Nixdorf (1925 - 1986) gehört zu den innovativen und erfolgreichen Unternehmern der deutschen Nachkriegsgeschichte. Er war ein Pionier der dezentralen Datenverarbeitung.
In einer Zeit, als der Begriff ‚Computer' den meisten Menschen noch unbekannt war und die Herstellung elektronischer Rechenwerke wenigen Großunternehmen vorbehalten war, legte Heinz Nixdorf im Jahr 1952, damals 27-jährig, mit dem "Labor für Impulstechnik" den Grundstein für eine der erfolgreichsten Firmengründungen des letzten Jahrhunderts. Die Nixdorf Computer AG wurde zu einem der weltweit führenden Unternehmen der Branche.
Als vorrangige Pflicht eines Unternehmers bezeichnete Heinz Nixdorf die Schaffung von Arbeitsplätzen. 1983 wurde ihm die Ludwig-Erhard-Medaille verliehen. Geprägt wurde seine Art der Unternehmensführung von den Erfahrungen in seiner Kindheit. In wirtschaftlich kargen Zeiten aufgewachsen, führten Arbeitslosigkeit und früher Tod des Vaters zu erheblichen finanziellen Einschränkungen für seine Familie.
1990/92 wurde die Nixdorf Computer AG mit der Siemens AG zur Siemens Nixdorf Informationssysteme AG zusammengeführt.
Aus dem Nachlass des Unternehmers sind die Heinz Nixdorf Stiftung und die Stiftung Westfalen hervorgegangen. In Paderborn, dem Geburtsort Heinz Nixdorfs, präsentiert das Heinz Nixdorf MuseumsForum die Geschichte der Informations- und Datenverarbeitung.




