Centre Ya Bana

Centre Ya Bana

© Centre Ya Bana

Simon Zimmermann und Rodrick Sampu lernten sich über eine Mitfahrgelegenheit auf der Fahrt von München nach Stuttgart kennen und kamen sofort ins Gespräch. Sampu erzählte von seiner Heimat, dem Kongo, und wie schwierig es große Bevölkerungsteile dort haben, Zugang zu Bildung zu bekommen. Simon Zimmermann, Alumnus des Studienförderwerks Klaus Murmann und studierter Manager Sozialer Innovationen bot seine Unterstützung an und gemeinsam erarbeiteten sie ein Konzept mit dem Namen Centre Ya Bana. Dahinter verbirgt sich die Idee, Bildungsangebote in Entwicklungsländern durch angegliederte Wirtschaftsbetriebe, zum Beispiel eine lokale Backerei, zu finanzieren. Das Konzept überzeugte auch die Jury von Herausforderung Unternehmertum. 2014 wurde Centre Ya Bana ein Jahr lang bei der Umsetzung gefördert und finanziell unterstützt.

Inzwischen ist bereits eine NGO im Kongo gegründet, die die Bäckerei und die Schule betreiben wird. Für den Bau der Schule konnten Zimmermann und Sampu ein großflächiges Grundstück am Stadtrand von Kinshasa erwerben – das Fundament und die ersten Mauern sind bereits errichtet. Die Bäckerei dagegen wurde in einem Frachtcontainer in Deutschland gebaut und wird schon im April die Schiffsreise in den Kongo antreten. Die größte Herausforderung ist für Simon Zimmermann, aus der momentanen ehrenamtlichen Arbeit einen Vollzeitberuf machen zu können. Alle finanziellen Mittel fließen derzeit in die geplante Infrastruktur sowie einen Vollzeitangestellten, der vor Ort im Kongo alle Aktivitäten koordiniert. Sobald der Bäckerei- und Schulbetrieb aufgenommen werden soll, müssen Bäcker und Lehrer eingestellt werden.

All dies ermöglichen zahlreiche Partner in Deutschland und im Kongo, darunter der Verein Kinder Afrikas e.V., die Deutsche Botschaft, die Universität in Kinshasa sowie rund 20 Ehrenamtliche. Simon Zimmermann ist zuversichtlich, dass Centre Ya Bana als Leuchtturmprojekt wirkt. Geplant ist, weitere Ausbildungs- und Refinanzierungsbetriebe in Entwicklungsländern zu errichten, neben dem Pilotprojekt im Kongo gibt es bereits eine weitere Anfrage aus Tansania. Langfristiges Ziel ist es, Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten, damit Bildung in den Entwicklungsländern für mehr Menschen frei zugänglich wird.

Weitere Informationen unter www.centreyabana.org

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