SOMA Analytics

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© SOMA Analytics

Die Idee entstand, als jemand im persönlichen Umfeld der Gründer an schweren Depressionen erkrankte. Noch im Studium fiel für die damaligen Münchner Studenten, allesamt Stipendiaten im Studienförderwerk Klaus Murmann der Stiftung der Deutschen Wirtschaft, die Entscheidung, ein digitales Frühwarnsystem für Stress zu entwickeln, um z. B. Burnouts und Depressionen entgegenzuwirken. Das Erst-Konzept einer Smartphone-Applikation zur Stressprävention überzeugte und wurde daraufhin 2012 von bei Herausforderung Unternehmertum ein Jahr lang bei der Entwicklung gefördert.

Dass Johann Huber und sein Team den richtigen Riecher hatten, zeigte sich bald: SOMA Analytics wurde direkt vom renommierten Londoner Business Accelerator Healthbox als einziges deutsches Startup in die Förderung aufgenommen. Dennoch: Um die nötigen wissenschaftlichen Studien und verschiedene Testläufe finanzieren zu können, mussten größere Investoren gefunden werden. Johann Huber erinnert sich noch gut an die turbulente Zeit und das ständige Auf und Ab: „Wir haben immer wieder den Punkt erreicht, wo wir dachten, jetzt haben wir den Durchbruch geschafft! Und dann kam doch wieder eine unvorhergesehene Hürde, die uns zum Umdenken gezwungen hat.“

Aus der ursprünglichen Idee ist inzwischen eine softwarebasierte Dienstleistung erwachsen, die bereits in diversen Personalabteilungen von Anwaltskanzleien und Unternehmen erfolgreich zum Einsatz kommt: Über das Smartphone werden z. B. Sprachmodulation, die Motorik beim Bedienen der Tastatur bis hin zu Bewegungen im Schlaf gemessen – alles Parameter, die Rückschlüsse darüber geben, wie gestresst ein Mitarbeiter ist. „Die App soll natürlich nicht die Diagnose und Behandlung durch einen Arzt ersetzen“, erklärt Johann Huber. „Aber die sensiblen Sensoren, mit denen inzwischen jedes Smartphone ausgestattet ist, ermöglichen valide Messergebnisse. Mit Hilfe von speziellen Algorithmen ist die anonyme Auswertung der Daten möglich und somit ein Feedback über das Wohlbefinden des Users. Wir haben selbst einige Nächte im Schlaflabor verbracht und sämtliche Messdaten mit Wissenschaftlern, Ärzten und Psychologen erfolgreich überprüft.“
Erst kürzlich wurde SOMA Analytics von der Europäischen Kommission mit dem eHealth Award ausgezeichnet. Darüber hinaus wurden Johann Huber und sein Team von der mit 1,25 Mio. Pfund finanzierten  Small Business Research Initiative (SBRI) als eins von 14 Startups ausgewählt, ihre Produktinnovation in das Nationale Britische Gesundheitswesen einzubringen: Als klinische Variante der Technologie zur ambulanten Überwachung von Patienten.

Johann Hubers Vision ist es, dass SOMA Analytics in zehn Jahren im Bereich Human Resources standardmäßig eingesetzt wird, um stressbedingten Erkrankungen vorzubeugen und das Wohlbefinden der Menschen am Arbeitsplatz dauerhaft zu verbessern.

Weitere Informationen unter: www.soma-analytics.de

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