Direkt zu den Inhalten springen

deSEC

Sicherheit im Netz ist nicht erst seit Edward Snowden ein vieldiskutiertes Thema. Besser als drüber reden, ist handeln, entschieden fünf unserer Teilnehmer*innen und entwickeln einen neuen Dienst, der Usern hilft, ihre Kommunikation im Internet sicherer zu gestalten.

Beim Thema Datensicherheit denken viele zunächst an gestohlene Kreditkartendaten und leergeräumte Bankkonten. Grundproblematik vieler Betrugsfälle im Internet ist oft eine unzureichend gesicherte Datenübertragung – grundsätzlich sollte jedem klar sein, dass alle Daten, die auf einem mit dem Internet verbundenen Computer gespeichert sind, potentiell abgegriffen werden können. Schutz ist jedoch möglich und auch sinnvoll. Genau das ist das Ziel von Peter Thomassen, Promovend der Physik und Stipendiat des Studienförderwerks Klaus Murmann, und seinem Team: Unter dem Namen „deSEC – Security made in Germany“ entwickeln die Nachwuchsgründer*innen Softwarelösungen, um Identität und Authentizität von Webseiten zweifelsfrei zu bestätigen.

„Bevor man sich über Datenverschlüsselung Gedanken macht, ist es zunächst wichtig sicherzustellen, dass man auch mit der richtigen Gegenstelle kommuniziert“, erklärt Projektleiter Peter Thomassen. „Genau diese Überprüfung leisten wir mit deSEC.“ Unterstützt wurde deSEC durch Herausforderung Unternehmertum im Förderjahr 2015.

Gleich drei IT-Expert*innen hat das Team an Bord – erstmal gute Voraussetzungen, denn die Kosten für externe Softwareentwickler können sich Gründer*innen gerade in der frühen Phase eines Start-ups selten leisten. Aber auch die „Nicht-IT’ler“ und ihr juristischer und unternehmerischer Fachhintergrund sind wichtig, um das Wesentliche im Blick zu behalten. Das ist neben der Entwicklung des entsprechenden Programmcodes auch der Aufbau eines nachgefragten und funktionierenden Produkts für Endkund*innen. Denn nicht nur die Programmierung selber ist eine große Herausforderung für das junge Team. Schwierig gestaltet sich auch die Tatsache, dass Datensicherheit im Netz ein recht mühsam zu vermarktendes Geschäftsmodell ist. Das klingt überraschend, tatsächlich scheint aber vielen Internetznutzer*innen ihre Privatsphäre weniger wichtig zu sein, als Online-Dienste wie E-Mail-Postfächer gratis nutzen zu können.

deSEC will sich daher vor allem speziell an Geschäftskunden wie Online-Shops oder Webhoster richten, die eine sichere Datenübertragung garantieren müssen und eine entsprechende Zahlungsbereitschaft für derartige Dienste mitbringen.


Foto: deSEC