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Gründerin Annika Tara im Gespräch

Annika und ihre Kolleginnen von „PiA – Positiv im Alter“ hatten sich während ihrer Förderung durch Herausforderung Unternehmertum das Ziel gesetzt, technische sowie spielerische Lösungen zu entwickeln, um an die regelmäßige Flüssigkeitsaufnahme im gehobenen Alter zu erinnern.

Hallo Annika, du bist Gründungsmitglied von „PiA – Positiv im Alter“. Mit welcher Vision seid ihr an die Gründung herangegangen?

Wie der Name es schon verrät: Wir wollten mit „PiA – Positiv im Alter“ eine positive und fröhliche Einstellung zum Alter ausdrücken. Dabei waren wir uns einig: Wir wollten der älteren Generation „Wertschätzung zurückgeben“, da für uns alle unsere Großeltern sehr wichtig waren und sind. Sie haben uns in der Kindheit geprägt und waren immer für uns da. Jetzt möchten wir ihnen etwas „Gutes tun“. Wir hatten die Vision, etwas zu entwickeln, das die Zielgruppe wirklich braucht und was ihnen hilft.

Wie seid ihr auf Herausforderung Unternehmertum aufmerksam geworden und warum habt ihr euch für die Förderung entschieden?

Die Hälfe des Teams war selbst in der Studierenden- oder Promovierenden-Förderung der sdw, sodass wir Herausforderung Unternehmertum durch Veranstaltungen kannten. Direkt zu Beginn meiner Förderung wurde in der Aufnahmeveranstaltung über das Programm berichtet – damals war mir klar: Da werde ich mich auf jeden Fall früher oder später bewerben! Herausforderung Unternehmertum bietet eine gute Chance, zu testen, ob „Unternehmer*in sein“ etwas für einen ist. Vor allem die ideelle Unterstützung durch Coaches und auch die finanzielle Unterstützung motivierten uns zu einer Bewerbung.

Mit „PiA“ wart ihr Teil des 2019er Jahrgangs von Herausforderung Unternehmertum. Wie lief die Förderung ab? Was konntet ihr aus dem Jahr mitnehmen?

Wir wurden bei den Gründungsschritten „an die Hand genommen“, worauf wir uns besonders freuten, da wir Start-up-Neulinge waren. So gab es zum Beispiel Workshops zu jedem Gründungsbereich. Die finanzielle Unterstützung war sehr hilfreich, um uns regelmäßig treffen zu können – unser Team ist in ganz Deutschland verteilt – und, um mit unserem Kooperations-Partner an einer Messe in Birmingham teilnehmen zu können. Wir erhielten umfassende Hilfe in allen Bereichen einer Gründung – angepasst an unser Team und unsere Idee. Ein wichtiges Learning war: Viele Gründer*innen sind verliebt in ihre Idee, aber im Fokus sollten die Bedürfnisse der Kund*innen stehen. Das lernten wir, als wir unsere Idee nochmal komplett verwarfen und neu entwickelten. Ursprünglich sind wir mit der Idee eines gesunden Snacks für ältere Menschen gestartet – und haben jetzt eine technische Lösung für Trinkerinnerungen entwickelt, da im Verlauf klar wurde, dass andere Bedürfnisse im Vordergrund stehen. Bei diesem Prozess erhielten wir viel Hilfe, neue Einsichten und neue Sichtachsen durch unsere Coaches und Betreuerinnen.

Was waren für dich die Highlights der Förderung?

Ganz vorne dabei war natürlich der Gründer*innen-Kongress, aber auch das Bühnen-Training und unsere Coaches, die immer individuell auf uns eingegangen sind. Auch der Austausch mit den anderen Teams war super – das war eine Inspiration für die eigene Gründung und zudem eine gegenseitige Unterstützung.

Ein Jahr ist seit eurer Zeit bei Herausforderung Unternehmertum vergangen. Wie ging es für euch seitdem weiter?

Wir haben einen Kooperationspartner gefunden, der unser Produkt als Lizenznehmer auf den Markt bringen möchte. Nach dem Kongress 2019 fuhren wir mit diesem Partner zu einer Messe nach Birmingham und erhielten sehr positive Rückmeldungen, wodurch unser Partner uns die Kooperation anbot. Leider hat sich der geplante Produktlaunch durch Corona verzögert. Nun müssen wir uns gedulden und warten, wie sich die Situation entwickelt

Was konntet ihr aus heutiger Sicht von der Vision umsetzen, mit der ihr euch 2018 beworben habt?

Wir haben uns im Jahr 2019 sehr intensiv damit beschäftigt und konnten vor allem im persönlichen Kontakt mit den Senior*innen – wir haben Tests in Seniorenheimen durchgeführt – unsere Vision bereits leben. Ganz nebenbei entstand dabei auch ein „Trinkspiel“ zur Sensibilisierung und zum spielerischen Umgang mit dem Thema regelmäßige und ausreichende Aufnahme von Flüssigkeit. Dadurch lebt die Vision schon in den Altenheimen, die wir teilweise immer noch besuchen.

Welche Ziele verfolgen du und deine „PiA“-Kolleginnen für die Zukunft?

Jetzt wollen wir mit dem Start des Produkts auf dem Markt mehr Menschen für das Thema sensibilisieren und an das regelmäßige Trinken erinnern. In Zukunft freuen wir uns, wenn möglichst viele – insbesondere ältere Personen – genug und mit Freude trinken und dabei ihren Körper unterstützen, gesund und vital zu bleiben.

Vielen Dank für das Interview und alles Gute!


Foto: privat